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  • Janira Luana

Meine innere Haltung als psychologische Beraterin

Als psychologische Beraterin habe ich eine Grundhaltung der Neugier. Ich versuche zusammen mit den Klienten:innen zu verstehen, was da ausgedrückt werden will, woran Gefühle, Gedanken und Verhalten geknüpft sind, wie sie sich gestalten und was darunter liegt. So verwende ich gerne und immer wieder den Satz; „Bitte erklären Sie mir das genauer, ich habe es noch nicht ganz verstanden.“ Meine Erfahrung ist es, dass Klient:innen positiv und öffnend auf diese Frage reagieren. Sie fühlen sich in dem, was sie beschäftigt, ernst genommen - und das scheint mir das Wichtigste überhaupt.

Fragen stellen, so meine bisherige Erfahrung, öffnet die Klienten:innen für sich selbst. Sie sind gefragt, es ist ihr Raum, ihre Zeit, ohne Druck, indem Sie sich selbst erkunden dürfen. Ich halte den Raum, vermittle ein Gefühl des Vertrauens, der Geduld und des Verständnisses. Indem ich Fragen stelle in einer solchen Art Raum, können sich Klienten:innen entspannen, ihren Raum einnehmen und zusammen mit mir auf Entdeckungsreise gehen.


Ein weiters Prinzip, das für meine therapeutische Tätigkeit und allgemein meine Haltung als Beraterin von grosser Bedeutung ist, ist jene des "Reframings". Reframing verstehe ich hier im Sinne von "Geschichten in ihrem Kontext verordnen". Ich erachte es als wichtig, Geschichten von verschiedenen Seiten zu beleuchten und zu verstehen, auf welchem Nährboden sie entstanden sind. Klienten:innen können lernen, verschiedene Perspektiven einzunehmen und sich und andere daduch besser zu verstehen. Wir alle handeln aus unserem besten Gewissen. Das zu verstehen, ebnet den Weg für Mitgefühl, für sich selbst und andere. Als Beraterin unterstütze ich die Klienten:innen darin, immer wieder die eigenen Erlebnisse in dem Kontext zu verordnen. Es braucht viel Übung und ist ein Prozess, sich von seinen eigenen manchmal überschäumenden Gefühlen und Gedanken zu distanzieren und in einen Zustand zu gelangen, in dem Gefühle und Gedanken "Sinn machen" und einen Ursprung haben.


Ein weiterer wichtiger Aspekt ist jener der positiven Grundhaltung. Es erstaunt mich immer wieder und hat für mich fast etwas „Magisches“, wie eine positive Grundhaltung das ganze persönliche Leben beeinflussen kann. Herausforderungen, Menschen erscheinen plötzlich in positivem Licht. Das Gute wird sichtbar und möglich gemacht. Die Frage ist: "Wie kann man, auch in schweren Momenten, in eine solche positive Grundhaltung kommen?" Als Therapeutin kann ich die Klienten:innen darin unterstützen, Dinge aus anderer (positiver) Perspektive wahrzunehmen. Aber was ist es, was der/die Klient:in in sich selbst tun kann? Um in eine positive Grundhaltung zu kommen, ist es meiner Erfahrung nach unterstützend, immer wieder das zu tun, was sich stärkend und positiv auf das Selbst auswirkt. Sich also immer wieder für das zu entscheiden, was einem gut tut und sei es noch so klein. Jeder Mensch hat immer die Wahl etwas für sich, oder gegen sich zu tun. Diese vielen kleinen Entscheidungen bilden, so denke ich, die Grundlage für grosse Entscheidungen, dafür, eine positive Grundhaltung einzunehmen. Darin kann ich als psychologische Beraterin die Klienten:innen unterstützen.


Dies sind nur ein paar wenige Grundsätze, die für mich wichtig sind. Gerne kannst du mich und meine Arbeitsweise im persönlichen Gespräch näher kennenlernen.



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